Auch gegen niedliche Möpse haben wir nichts einzuwenden.
Vor vermutlich 14.000 Jahren hat der Mensch den Wolf domestiziert,
den Hund aus ihm gezüchtet. Seither ist er Jagdwerkzeug,
Nahrungsquelle, Wächter, Spielzeug für das Kind
- und immer mehr bloße Zierde. Resultate dieser
Entwicklung sind pittoreske Kreaturen, die kaum gehen,
gucken und atmen können. Motorische und geistige
Krüppel sind in den Straßen zu bewundern: fettsüchtige
Sabberpumpen, beißwütige Terrier oder unterzuckerte,
herzkranke Mini-Chihuahuas mit deformierten Köpfen.
Der wegen hängender Ohren
und trauriger Augen von Kindern besonders geliebte Basset
neigt als genetischer Krüppel nicht nur zu Zwergwuchs,
Scheinschwangerschaft, Harnsteinbildung und Arthrose.
Häufig leidet er auch an grünem Star, Bindehautentzündung
und Leistenbruch. Im Winter bescheren ihm die Stummelbeine
Hodensack- und Vorhauterfrierungen. Manchem Shar Pei
im faltigen Pelz, manchem Cavalier King Charles Spaniel
(das Hirn eingepfercht im zu engen Schädel) mag
man da wünschen: Wärst du doch Wolf geblieben!
Weiterlesen: http://www.zeit.de/2010/15/Affen-Tierschutz?page=all
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