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- Warum einen Oldie?
| Warum
einen älteren - oder Handicap-Hund oder gar eine alte
Katze aufnehmen? |
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Wir
hören immer wieder, dass ein Hund über 6 Jahre "zu
alt" ist.
Zu alt wofür fragen
wir uns? Zu alt um endlich doch noch ein eigenes gutes Zuhause
kennenzulernen? Zu alt um ihren neuen Besitzern noch mehrere
Jahre Freude zu machen? Alt genug um allein im Tierheimzwinger
ihre Jahre zu fristen bis sie irgendwann sterben?
Auch bei einem jungen Hund oder einem Welpen erhält man
keine Garantie für Gesundheit oder ein langes Leben!
Wir bitten Sie deshalb, nicht nur das Alter eines Hundes zu
sehen, sondern den Hund selbst! |
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| Hier finden Sie eine kleine Sammlung von Geschichten
von Menschen, die einen älteren oder Handicap-Hund
aufgenommen haben .... |
oder auch einer alten Katze einen
schönen, warmen Lebensabend ermöglicht haben.
Sie erzählen, was sie dabei erlebt und gefühlt
haben.
Vielleicht helfen diese Geschichten IHNEN, einen Oldie
aufzunehmen und ihm das Gefühl von Liebe und Geborgenheit
zu vermitteln!!!
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| Plädoyers
für einen Senior |
Es ist nicht unnormal, dass Tiere die Not anderer
erkennen und helfen, aber diese kleine Geschichte berührt
mich sehr und ich muss es loswerden:
*Vor über einem halben Jahr habe ich Brad aus Malta
*hier durch den Verteiler geschickt. Er ist schon zehn
und hat dringend ein Zuhause gesucht.
Ich habe sehr viele Rückmeldungen von euch bekommen.
Er hat kurze Zeit später ein super tolles Zuhause
auf einem Bio-Bauernhof
gefunden. Brad ist taub, sieht kaum noch etwas, aber
kann dafür umso besser schnüffeln. Er hat
vermutlich nur schlechtes erlebt und war oft ein Beschützer
für seine Artgenossen. Wie auch jetzt wieder. Er
läuft ohne
Leine, da er keinen Jagdtrieb hat und mitten auf dem
Land wohnt. Bei einem Spaziergang mit seiner Adoptantin
ist er jedoch vom Weg abgekommen.
Sie hat ihn gerufen - aber er hört ja nichts. Er
wollte unbedingt auf den zugefrorenen See, der an der
Seite schon zu schmelzen
begann. Alles bemühen ihn zurück zu holen
brachte nichts. Die Adoptantin machte sich schon darauf
gefasst, dass Brad einbricht und
sie ihn raus ziehen muss. *Er ist gezielt auf ein Wasserloch
am Rand gelaufen, dort steckte er seine Nase rein und
kam mit einer kleinen Katze zurück. *Der Adoptantin
bleib das Herz stehen, sie hat die kleine kalte Katze
unter ihre Jacke genommen und ist mit Brad nach Hause
gerannt. Dort hat sie die Katze warm gebadet, um den
Kreislauf anzuregen. Danach hat sie sie an Brads Körper
gelegt, der sich wie ein echter Vater um sie gekümmert
hat. Die Katze hat es tatsächlich ohne große
Schäden überlebt. Sie hatte sich ein Bein
gebrochen und wurde operiert.
Außerdem durch die Kälte Hautprobleme,
aber ihr Organismus ist stabil.
Ich bin sooo stolz auf Brad. Er ist so ein toller Hund!
Ein Retter!
Viele Grüße,
Wiebke Schoon
2. Vorsitzende im Tierhilfsnetzwerk Europa
www.tierhilfsnetzwerk-europa.de" |
"Ich habe die Geschichte von Molly
gelesen und sie hat mich sehr traurig gemacht. Wir hatten
bis Ende Oktober selber einen alten Hund, einen Collie
den wir erst neun Monate zuvor zu uns genommen hatten.
Wir wussten, dass er mit geschätzten 14 Jahren
nicht lange bei uns bleiben wird. Er war krank, konnte
schlecht laufen, die Treppen haben wir ihn getragen.
Wir haben eine Colliehündin allerdings von
zwei Jahren. Es hat sehr gut geklappt. Denn sie ist
ein ruhiger Hund und hat keineswegs unter den langsamen
Spaziergängen gelitten. Es war ok für
sie, wir haben viel mit ihr gespielt, sie unterwegs
beschäftigt, sie hatte Kontakt zu anderen Hunden
,
die Kinder haben mit ihr im Garten getobt. Für
sie hatte sich also nicht viel geändert. Da ich
mich auch für Tiere einsetze weiß ich, dass
alte Hunde so gut wie keine Chance auf eine Vermittlung
haben.
Ich möchte den Leuten einfach von meinen Erfahrungen
berichten und auch welch eine Bereicherung ein älterer
Hund für jeden von uns sein kann. Wir jedenfalls
bereuen keine Sekunde Bernie zu uns geholt zu haben.
Er ist und bleibt für uns ein ganz besonderer Hund.
Man braucht Geduld das ist schon wahr. Doch die Dankbarkeit
die einem der Hund dann zurück gibt ist einfach
daran nicht zu messen. Und wie sie schreiben
Mitleid wäre fehl am Platz und das möchte
der Hund auch gar nicht. " |
Pia starb im gesegneten Alter
von 21 Jahren...
14.01.2005
Pia hat gestern ihre Augen für immer geschlossen...
Sie war ein Segen für meine Seele, ein nicht
zu ersetzender unerschütterlicher Fels in der Brandung.
Immer unauffällig, aber immer mit einem guten Blick
in meiner Nähe und sie hat mir. ohne das sie etwas
sagen konnte, manche Frage beantwortet, die ich in mir
hatte. Ich brauchte nur in ihre Augen schauen und dann
wußte ich was richtig war. Nun ist sie nicht mehr
da und ich vermisse sie so sehr.
Sie ein Wegwerfprodukt unserer Gesellschaft. Angeschafft
aus Unüberlegtheit oder Langeweile und dann einfach
genauso gleichgültig wieder abgegeben, kam sie
vor einigen Jahren im Tierheim in Begleitung ihrer beiden
Gefährten im greisen Alter von 18 Jahren an. Wohnungswechsel
war der Grund und sie wurde, trotzdem sie immer wieder
vorgestellt wurde von keinem genommen.
So blieb sie dann allein zurück und wollte nicht
mehr leben. Sie stand einfach nicht mehr auf und urinierte
im Liegen, blieb dann in ihrer Pipipfütze liegen
und verweigerte die Nahrung. Immer sagten die Leute
neee, wissen sie ich habe gerade einen Hund verloren
und das kann ich nicht. Oder so ein alter Hund muß
bestimmt sofort zu Tierarzt und ich hab gerade so viel
Geld in meinen verstorbenen Hund gesteckt. Ist die denn
überhaupt stubenrein?
Ich schaute mir das eine Weile an und konnte diesen
Leidensweg nicht länger ansehen, nahm sie ohne
wenn und aber auf und liebte sie vom ersten Tag an abgöttisch.
Sie war mein Erdferkel, meine Arbeitspia die riesengroße
Äste über kilometerlange Spaziergänge
schleppte, die wieder lebendig geworden, Bälle
liebte und spielte. Auch als sie schon langsam und tüddelig
geworden immer noch an einen jungen Hund erinnerte,
weil ihr Herz wieder froh war..
Sie die keine Güllepfütze ausließ und
mit Vergnügen über die Felder stromerte, wurde
wieder ein glücklicher Hund. Ich kann nur sagen
all die Leute die sie nicht genommen haben wissen nicht
was sie verpasst haben. Sie konnte weinen wie ein Kind,
wenn ihr etwas wehtat, und sie konnte sich freuen wie
eines.
Was ich damit sagen will ist folgendes: Im Namen von
Pia möchte ich es in diese verdammte materiell
eingestellte Welt hinausschreien. - Ist es wirklich
so unerträglich wenn man einen Hund hat der einem
den Teppich vollpinkelt?
- Der nicht mehr so jung und frisch aussieht?
- Der keinen Garantieschein für ein so langes Leben
in der Tasche hat?
- Ist euch diese Liebe zwischen Mensch und Tier eigentlich
so wenig wert?
- Wie eng sind die Menschen in ihrem Denken?
- Ist es nur wichtig was die Nachbarn sagen oder was
der Besuch denkt?
Meine Möbel haben arg gelitten in den Jahren der
Hundehaltung und ich habe auch mal saubere Tapeten und
Wände gehabt und ich weiß weil ich es kenne
wie unabhängig ein Leben ohne Hunde ist, aber glaubt
mir bitte ich möchte mit keinem von denen tauschen
die ihr Leben so leben und am Ende ihre Geldscheine
mit ins Grab nehmen und sich im Alter an nichts anderes
als ihre sauberen Tapeten erinnern können.
Ich dagegen kann mich an ihre wunderbaren Augen erinnern,
an ihren Geruch und ihr zotteliges Fell und ihren Übermut.
Ich möchte euch im Namen von Pia bitten solltet
ihr noch einmal den Entschluß fassen irgendeinem
Tier ein Zuhause zu schenken nehmt es so wie es ist
und lasst es nicht aus Altersgründen dort zurück.
Ich bitte euch, seid geduldig und zeigt diesen Tieren
das ihr sie mit ihren körperlichen Macken und Fehlern
liebt, denkt daran ihr werdet auch einmal alt.
Möchtet ihr dasselbe Schicksal erleiden? Aus Altersgründen
irgendwo einsam in der Ecke liegen und vergessen werden?
Euer Hund würde euch nie vergessen. Deswegen frage
ich mich, warum legen die Menschen soviel Wert auf das
Denken ihrer Mitmenschen? Diese Menschen sind es doch,
die so Gefühlskalt reagieren.
Pia wird mir leider keiner mehr wiedergeben können,
aber ich bitte euch nun, prüft doch mal nach ob
ihr nicht noch einen Platz frei habt für irgendeinen
alten Hund der vielleicht sehr glücklich wäre
wenn er euch auf den Teppich pinkeln dürfte. Einen
alten Hund begleiten zu dürfen macht euch weise,
ihr werdet zufrieden und ihr werdet die wichtigen Dinge
im Leben zu schätzen wissen.
Ich bitte euch im Namen von Pia um Weiterverbreitung
, Gruß R.
Quelle: www.couch-gesucht.de
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